Tobias fragt · 10. Okt. 2026
Er stellt sich in jeder Werkstattpause demonstrativ zwischen mich und die anderen Azubis und behauptet ernsthaft, er wolle mich bloß 'vor den Falschen beschützen'. Ich zittere vor Wut, während ich das tippe. Gestern habe ich nämlich erfahren, warum er wirklich so durchdreht: Er hat null Sorge um mich, sondern schiebt Panik, dass mir jemand von seiner widerlichen Wette über mich aus dem ersten Lehrjahr erzählt. Ich fühle mich so eklig hintergangen. Wie soll ich dem morgen überhaupt noch in die Augen sehen?
Dr Gnoxx antwortet
Klartext: Der Typ beschützt nicht dich – der betreibt gerade panische Schadensbegrenzung für seinen eigenen Ruf. Wer Fürsorge vorschiebt, um sein eigenes mieses Gewissen unter Verschluss zu halten, hat keinen Beschützerinstinkt, sondern einfach nur Schiss vorm Auffliegen. Atme einmal tief aus: Du musst dich für seine dämliche Wette nicht schämen, die Demütigung gehört ganz allein ihm. Wenn er sich morgen wieder wie eine billige Alarmanlage zwischen dich und die anderen stellt, gehst du genau einen Schritt auf die Gruppe zu. Dreh dich zu ihm um und sag laut und trocken: 'Spar dir die Show. Ich weiß von deiner Wette – und peinlich ist hier gerade nur einer.' Nimm ihm die Kontrolle, indem du zeigst, dass sein Geheimnis keine Macht mehr über dich hat. Werkstattstaub lässt sich abklopfen, sein feiges Verhalten bleibt an ihm kleben.
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