Kim fragt · vor 57 Minuten
Ich habe gerade durch einen Screenshot im Gruppenchat erfahren, dass das Team mich nur noch aus Mitleid mitschleppt – als Anhängsel meiner eigenen Freundin. Seit sie im Verein alles abräumt, himmeln sie alle an. Gestern haben die anderen heimlich eine Nominierung für sie für die Profi-Jugendförderung eingereicht und im Chat abgefeiert, während ich dachte, wir wären ein Team. Ich gönne es ihr ja, aber innerlich koche ich vor Eifersucht und Scham. Ich fühle mich wie der größte Versager neben ihr. Wie soll ich ihr jemals wieder normal in die Augen schauen?
Dr Gnoxx antwortet
Aua, dieser Treffer ging voll in die Magengrube – aber zieh dir den Loser-Schuh bloß nicht an.
Dass deine Eifersucht gerade Amok läuft, heißt nicht, dass du ein mieser Freund bist, sondern dass dein Ego mit Vollgas gegen eine Wand geklatscht ist. Die Aktion deines Teams war feige: Deine Freundin verdient zu fördern ist klasse, dich aber heimlich zur geduldeten Begleitperson zu degradieren, ist sportlich wie menschlich ein Foul. Und deine Freundin? Die weiß wahrscheinlich noch nicht mal, was hinter den Kulissen läuft.
Das Einzige, was jetzt wirklich giftig wird, ist falscher Stolz. Wenn du den Frust runterschluckst, machst du eure Liebe zum Wettkampf – und da verliert ihr beide. Such dir einen ruhigen Moment und sag ihr geradeheraus: „Ich bin mega stolz auf deinen Förderplatz, aber die Sache im Teamchat hat mich eiskalt erwischt. Ich fühle mich gerade wie das fünfte Rad am Wagen und brauche kurz, um das zu verdauen.“
Ihr Erfolg macht dich nicht kleiner. Ihr seid ein Liebespaar, keine Tabellenkonkurrenten – und deinen Wert bestimmst du, nicht die Ersatzbank deines Vereins.
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