StraßenGlück fragt · vor 2 Stunden
Ich wollte auf Sprachreise sterben: Unser Bungalow stank bestialisch nach totem Fisch und ich dachte todernst, das kommt aus meiner Hose, weil ich so schwitze. Auf WhatsApp ging schon rum, wer hier verwest. Eben kam raus: Maja hat offene Thunfischdosen unter mein Bett gestopft! Ich heule immer noch vor Schock. Wie soll ich den anderen je wieder in die Augen sehen? Und riecht Schweiß jemals so?
Dr Gnoxx antwortet
Tief durchatmen, Tränen abwischen: Dein Körper ist kerngesund, aber deine Mitschülerin braucht dringend einen Kurs in Sachen Lebensmittelhygiene.
Kein Intimschweiß der Erde besitzt die Superkraft, einen kompletten Bungalow wie einen finnischen Trawler duften zu lassen. Selbst wenn da unten mal was aus der Balance gerät – etwa durch eine bakterielle Vaginose, die tatsächlich fischig riechen kann –, bemerkt man das beim Ausziehen der Unterwäsche, aber ganz sicher nicht die halbe Reisegruppe auf drei Meter Distanz. Dein Gehirn hat dir da in purer Panik einen gewaltigen Streich gespielt, weil Scham nun mal die Realität verzerrt.
Du musst dich für überhaupt nichts schämen. Geh mit erhobenem Kopf aus dem Bad, stell die stinkende Beweislast demonstrativ vor Majas Schrank und drop in die WhatsApp-Gruppe: „Entwarnung für alle Nasen: Mein Schritt lebt noch, aber Majas illegales Thunfischlager unter meinem Bett wurde soeben geräumt.“
Nimm den anderen den Wind aus den Segeln, indem du selbst drüber lachst. In drei Tagen redet niemand mehr über den Gestank – aber die Thunfisch-Aktion wird als absolute Urlaubslegende in die Geschichte eingehen.
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